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Die Fledermaus

Lernen Sie dieses Tier kennen!

Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die mit ihren Flügeln schlagen können und so aktiv fliegen können. Ihr lateinischer Name «Chiroptera» bedeutet wörtlich «Flügelhand»

Auf der Welt gibt es mehr

Arten von Fledertieren, die sich seit mehr als 55 Millionen Jahren entwickelt haben.

Fledertiere, zu denen Fledermäuse und Flughunde gehören, haben auf der ganzen Welt eine Vielzahl von Diäten entwickelt: Insekten, Früchte, Blätter, Nektar, Pollen, Fische, Blut und auch andere Wirbeltiere. Ihre Morphologie und ihr Verhalten sind so unterschiedlich wie die Nahrungsressourcen, die sie nutzen.

Im Wallis gibt es…

der 30 Schweizer Arten

Blinde Fledermäuse?

Fledermäuse sehen tatsächlich sehr gut. Sicher! Die Menschen irren sich meistens in diesem Aspekt, weil sie wissen, dass Fledermäuse die Echoortung nutzen, um sich zu orientieren. Fledermäuse sehen aber fast so gut wie Menschen, aber im Dunkeln der Nacht und mit hoher Geschwindigkeit, wenn sie am aktivsten sind, sind ihre Augen nicht mehr von grossem Nutzen. Aber dafür ihre Ohren!

Die schnellsten, der Riesenabensegler und die Langflügelfledermaus schneller als können 50 km/h fliegen, die Europäische Bulldoggfledermaus wurde sogar schon mit über 100 km/h registriert!

Tollwut?

Ja, Fledermäuse können Tollwut übertragen, genauso wie andere Tiere…. Tatsächlich ist das Risiko, dass eine Fledermaus Tollwut auf einen Menschen in der Schweiz überträgt, extrem gering. Natürlich empfehlen wir Ihnen eine Fledermaus nie ohne Handschuhe zu berühren, denn wie alle wilden Tiere kann sie in Notwehr zubeissen.

In der Schweiz wurden seit 25 Jahren nur 4 Fledermäuse nachgewiesen, die Träger des Tollwut-Virus waren.

Vampire?

In der Schweiz zum Glück nicht!  In unserem Land sind alle Fledermäuse insektenfressend. Sie spielen eine sehr wichtige Rolle bei der Regulierung von Schädlingen.

Es gibt 3 Arten von blutfressenden Vampirfledermäuse in Amerika.

Nur die meist insektenfressenden Fledermäuse haben eine Echoortung entwickelt und geben Rufe im Ultraschallbereich ab, um sich im Dunkeln zu orientieren…. diese Ultraschallrufe sind meistens nicht hörbar für den Menschen! Hingegen können wir ihre Sozialrufe sehr gut hören!

Und bei Ihnen? Haben Sie Fledermäuse im Haus?

Hier sind einige Gewohnheiten der Fledermäuse, die Ihnen helfen werden, ihre Anwesenheit zu verstehen und ein Zusammenleben mit dem Menschen zu erleichtern.

Winterquartiere

Fledermäuse überwintern im Winter an ruhigen, temperaturstabilen und feuchten Orten, um ein Austrocknen zu vermeiden. Höhlen erfüllen diese Eigenschaften zum grössten Teil und beherbergen daher die meisten Arten.

Wochenstube

Fledermäuse kommen aus dem Winterschlaf, wenn sich die Temperaturen erwärmen. Wenn sie aufwachen, werden sie sich auf den Weg machen, um einen wärmeren Lebensraum zu finden. Die Weibchen sammeln sich in Kolonien, um zu gebären und ihre Jungen grosszuziehen. Die weniger sozialen Männchen verstecken sich meist allein und je nach Wetterlage wird der Unterschlupf gewechselt. Die Wochenstube wird bis in den Oktober genutzt, wenn sich die Temperaturen bereits wieder abkühlen und es Zeit wird, das Winterquartier aufzusuchen.

Die Jungenaufzucht…. zwischen Juni und Juli!

Fledermäuse vermehren sich langsam. Ein Weibchen bringt nur ein Jungtier pro Jahr oder ausnahmsweise Zwillinge zur Welt. Sie stillt es wie jedes Säugetier, bis es sich selbst versorgen kann.
Die Paarung findet im Herbst statt, kurz vor der langen Überwinterungszeit. Die Befruchtung und Schwangerschaft folgen dann im Frühjahr und das Junge wird zu Beginn des Sommers zur Welt gebracht.

Für mehr Informationen:
info@fledermaus-wallis.ch
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